Montag 17 Dez 2018

Geschichte des hl. Sebastianus



Der Heilige Sebastianus - Schutzpatron unserer Bruderschaft

In Anerkennung der vom heiligen Sebastianus vorgelebten Haltung als Beschützer der Menschen in Not und Gefahr wurde er zum Schutzpatron unserer Bruderschaft erkoren.

sebastianus bild 500

In Narbonne, im heutigen Frankreich, geboren, kam Sebastianus schon als Kind nach Mailand, der Heimat seiner Mutter.
Hier lernte er in früher Jugend das Christentum kennen und war ein eifriger Anhänger Christi.
Da er eine starke Neigung zum Militärdienst in sich trug, wurde er schon bald römischer Soldat.
Von Mailand nach Rom versetzt, gewann der tüchtige Offizier die Aufmerksamkeit seines Kaisers Diokletian, der von 284 bis 305 regierte.
Der Kaiser lernte Sebastianus zu schätzen und ernannte ihn zum Hauptmann der kaiserlichen Leibgarde.
Sebastianus rechtfertigte das Vertrauen des Kaisers und versah mit höchster Gewissenhaftigkeit seinen Dienst.
War er doch Soldat mit Leib und Seele und als Christ sich seiner Verantwortung gegenüber der staatlichen Autorität
wohl bewusst.

Nach der Wachablösung führte sein Weg stets in die Armenviertel am Tiber, hinunter zu den Brüdern der christlichen Gemeinde.
Arme und Kranke sahen in dem kaiserlichen Offizier einen Engel des Himmels, der ihnen in ihrem Elend Hilfe brachte und Trost spendete.
Auch an den Versammlungen der Christengemeinde nahm er Teil, so oft es sein Dienst erlaubte.
Hier hatte er auch immer wieder vor der drohenden Gefahr einer Christenverfolgung gewarnt,
die schließlich in späterer Zeit über die damalige Gemeinde hereinbrach.
Nun sah Sebastianus seine vornehmlichste Aufgabe darin, unermüdlich von Gefängnis zu Gefängnis zu eilen,
um die eingekerkerten Glaubensgenossen zu trösten und zu stärken.
Tag und Nacht setzte er seine ganze Kraft ein, den Todgeweihten beizustehen.
So kam es dann auch, dass er es schließlich wagte, und bei einer Gerichtsverhandlung offen seine Glaubensbrüder ermutigte, standhaft zu bleiben. Daraufhin ließ ihn der Richter sofort wegen Missachtung kaiserlicher Befehle und Aufhetzung zum Widerstand gegen die Staatsgewalt verhaften. Man verurteilte ihn zum Soldatentod durch Erschießen.
Die besten Bogenschützen der Garnison wurden aufgeboten, ihn mit Peilen zu durchbohren.
Doch die Pfeile verfehlten ihre Wirkung.

sebastian

Besinnungslos und blutüberströmt, aber noch lebend, brach Sebastianus zusammen. Er wurde von Glaubensbrüdern geborgen und in das Haus einer Witwe namens Irene gebracht, wo seine lebensbedrohliche Verwundung behandelt wurde und er sich nach sorgsamer Pflege langsam von seinen erlittenen Verletzungen erholte.

Inzwischen war die Verfolgung der Christen durch Diokletian weitergegangen und Sebastianus hörte täglich von neuen Opfern.
Da reifte in ihm ein kühner Entschluss, er wollte es wagen, dem Kaiser gegenüberzutreten und ihm sein Unrecht ins Gesicht zu schleudern. Vielleicht würde der Anblick des tot geglaubten und einst hochgeschätzten Offiziers den Kaiser erschüttern und zur Beendigung der Christenverfolgung bewegen.

Sebastianus hatte sich jedoch in seinen Erwartungen getäuscht. Diokletian erschrak zwar zunächst als er den tot geglaubten sah, doch schon schnell wandelte sich der Schrecken in Zorn über die Kühnheit, und er ließ den mutigen Christen sofort ergreifen.
Dann befahl der tobende Kaiser, ihn aus der Stadt hinauszuführen und ihn im Circus, der Rennbahn von Rom, von Soldaten mit Stöcken zu Tode zu prügeln. Auf diese Weise musste der heilige Sebastianus zweimal das Martyrium erleiden.
Sein Leichnam wurde dann in die Kloake der Stadt Rom geworfen.
Dieses soll am 20. Januar des Jahres 288 geschehen sein.

Nachdem man den Leichnam Sebastianus aus der Cloaca Maxima geborgen hatte, bestattete man ihn in den Katakomben an der Via Appia. Heute werden die kostbaren Reliquien des Märtyrers in der Kirche St. Sebastiano, eine der sieben Pilgerkirchen, aufbewahrt.

Der von Pfeilen durchbohrte und dann erschlagene Märtyrer wurde im Mittelalter zum viel verehrten Pestpatron und zum Patron der Jäger und Steinmetze.
Die größte Verehrung erfuhr er durch die Schützen, die ihn zu ihrem besonderen Schutzpatron erkoren.

Der heilige Sebastianus ging für seinen Glauben und seine Überzeugung in den Tod.
Sein Name ist seit den ersten Anfängen des Schützenwesens untrennbar mit der Schützenbruderschaft Wenholthausen verbunden.



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