Montag 22 Okt 2018

Geschichte der Bruderschaft aus der Chronik



Im Kirchenregister der katholischen Pfarrgemeinde St. Cäcilia Wenholthausen aus den Jahren 1647 bis 1661 werden die Schützen in zwei Eintragungen genannt.

In dem Jahr 1654 heißt es da: "Provisor Friedrich Kukelhenne: Auf die Gottesdracht den Schutzen 1 kop (Stück)".

Eine Eintragung in dem Jahr 1658: "Provisor Caspar Loer: Auf die Gottesdracht den Schutzen 1 1/2 kop (Stück),
den Fahnendrager 5 Schillinge".

Bis zum Jahr 1992 hatte man keine Kenntnis von dem Vorhandensein dieser Unterlagen.
Die Anfänge des Schützenwesens im kurkölnischen Sauerland liegen vielfach im Dunkeln, da die Unterlagen in den Archiven - soweit überhaupt jemals vorhanden - im Laufe der Überlieferung durch Krieg, Brände oder aus Unachtsamkeit zumeist vernichtet wurden.
So gibt es eben auch für die St. Sebastianus - Bruderschaft Wenholthausen kein Dokument der Gründung oder gar eine Eintragung über die Gründung in einem offiziellen Register. Vorhanden in seiner Urschrift ist die handschriftliche Satzung der Bruderschaft aus dem Jahr1748, wie sie auch in der Chronik der Bruderschaft aus dem Jahr 1973 abgedruckt ist.

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Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte hat sich die Bruderschaft im Jahr 1860, die zweite 1904, die dritte 1950, die vierte am 21.01.1973 zur Feier des damaligen Jubiläums, die fünfte und zuletzt am 25.01.1997 die sechste Fassung gegeben.
Die aktuelle Satzung können Sie auch unter dem Punkt Sonstiges nachlesen.

Nach Hesener (75 Jahre Sauerl. Schützenbund) besteht kein Zweifel, dass Schützengesellschaften- und Bruderschaften Ende des 13. Jahrhunderts in Flandern entstanden sind. In vielen Orten des Reichs entstanden damals so genannte "Pestbruderschaften", die sich der Versorgung der Pestkranken und der Bestattung der umher liegenden Leichen annahmen und sich um die Hinterbliebenen kümmerte. Sie errichteten Kapellen, Altäre und Pestsäulen, die sie bestimmten Heiligen weihten.
Von Flandern breiteten sich die Schützengemeinschaften strahlenförmig nach Süden, Osten und Norden aus.
Aufgrund der zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen des Mittelalters nahmen die Verteidigungen von Städten und Gebieten und regelmäßige Waffenübungen einen breiten Raum ein.
Der 30. jährige Krieg (1618 - 1648) brachte in Europa, und besonders auch im Sauerland viel Not, Leid, Tod und Religionsstreit über die Bevölkerung.
Die jahrzehntelangen Kriegshandlungen, Durchmärsche fremder Truppen mit Plünderungen und Brandschatzungen führten auch im Sauerland zur völligen Verarmung.
Den schwer bewaffneten Söldnertruppen hatten die Schützen- und Bruderwehren nichts Gleichwertiges gegenüberzustellen und so spielten sie nur eine untergeordnete Rolle im Kriegsgeschehen.

Gemusterte
Im Wandel zur Neuzeit wurden die Schützengesellschaften von Pflichtdiensten entlastet und konnten sich anderen freiwillig gestellten Aufgaben zuwenden. Sie gewannen dadurch an Attraktivität und konnten sich im Einsatz bei Katastrophen, innerörtlichen Notständen, wie Feuersbrünsten, Hochwassergefahren, Seuchen oder auch als Ehrengarden bei hohem Besuch bewähren.
Bereits im Mittelalter hatte man sich einen Leitsatz zu Eigen gemacht und eingeprägt, der sich, der Zeit entsprechend, an der Religion, dem privaten Bereich und der staatlichen Obrigkeit orientierte.

Er lautete: "Für Gott, Herd und Thron".

Aus diesem Leitsatz entwickelte sich später:

"Für Glaube, Sitte und Heimat! Aus alter Wurzel neue Kraft!"

Aus alledem entwickelte sich der ab 18. Oktober 1930 gebräuchliche Leitsatz:

"Glaube, Sitte, Heimat"

Aus der ersten urkundlichen Erwähnung von 1654 lässt sich die religiöse Verankerung der Schützenbruderschaft in das kirchliche Leben ableiten.
Ebenso die Satzung von 1748 bestimmt: "Zu Ehren deren beiden Heiligen Fabiani und Sebastiani als besonderen mit entnommden Pfarrkirchen zu Wenholthausen diese Bruderschaft angeordnet und sollen: Die Schützenbrüder an dem Festtage dieser Heiligen doch ohne Verbindlichkeit soviel möglich zur Kirch gehalten sein, und die als dann doch gewöhnlich singende Meß mit Andacht anzuhören". Ferner gingen alle Schützenbrüder die Verpflichtung ein, für die verstorbenen Brüder eine Seelmesse lesen zu lassen und an diesem Gottesdienst unbedingt teilzunehmen.
Ein wichtiger Schützendienst war der Schutz der Kirche und die Teilnahme an den kirchlichen Prozessionen. Diese Teilnahme, die sich bis in unsere heutige Zeit fortgesetzt hat, war für die damalige Zeit üblich und ist bei Nachbarbruderschaften, z.B. 1632 für Sundern und 1692 für Garbeck ebenfalls belegt. Auch dort erhielten die Schützen von den jeweiligen Pfarrern Bewirtungen. So regelt § 2 der heutigen Satzung der Bruderschrift, dass die christliche Lebensauffassung als Grundlage des Vereinslebens zu verankern, zu festigen sowie die traditionelle Bindung an die Kirche zu pflegen ist.

Höhepunkt eines Schützenjahres ist seit Alters her das Schützenfest.

Hier regelt die Satzung von 1997, dass am Königsschießen alle Schützenbrüder berechtigt sind, die das 21. Lebensjahr vollendet haben und mindestens drei Jahre Mitglied der Bruderschaft sind.

Vogel aufsetzen

Vogelaufsetzen 1960 am Sportplatz

In Vorzeiten erhielt der Schützenkönig als Zeichen seiner Würde in vielen anderen Orten einen neuen Hut.
Nicht so in Wenholthausen, wo ihm ein Geldgeschenk von zwei Petermännchen (= 5 Cent) zugedacht war. Darüber hinaus war der Schützenkönig verpflichtet, im darauf folgenden Jahr das Amt des Richtmanns, also des Vorsitzenden der Bruderschaft, zu übernehmen.
Neben dem König wird allgemein im kurkölnischen Sauerland, und so auch in Wenholthausen der Geckkönig ausgeschossen. In einem zweiten Schießwettbewerb wird eine hampelmannartige oder puppenförmige Figur herunter geschossen.
Auch der Geckkönig bekam eine Schießprämie, die jedoch etwas geringer war als die des echten Königs, in Wenholthausen ein Petermännchen (= 2,5 Cent).
Der Geckkönig ging in früheren Zeiten zumeist dem Schützenzug voran. Er belustigte die Zuschauer und sorgte aber auch dafür, dass der Schützenzug ungehindert passieren konnte. Alles in allem lässt sich für die frühere Zeit sagen, dass der Geckkönig eine zentrale Figur beim Schützenfest darstellte.
Sein Amt verlangte Organisationstalent, Phantasie und Fingerspitzengefühl.
Heute ist in unserer Bruderschaft das Amt des Geckkönigs aufgewertet. Nach der Satzung kann sich der Geck eine Partnerin wählen.

Schuetzenfest 1900
Schuetzenfest 1926
Schuetzenfest 1930

vor der Schützenhalle ca. 1930

Das letzte Schützenfest vor dem Krieg ist am 11. und 12. Juni 1939 gefeiert worden.
Weitere Schützenkönige ließen zunächst die Kriegswirren nicht zu.

Schuetzenfest 1939

Im Jahre 1938 -1939 war Friedrich Nagel Schützenkönig

Nach dem Krieg fand die erste Generalversammlung am 06. 07. 1947 statt. Hier wurde beschlossen, ein Schützenfest am 03. 08. 1947 zu feiern.
Erster König wurde Johannes Siepe, der seit 1942 aus Kirchilpe kommend, in Wenholthausen wohnte. Der Überlieferung nach soll sein späterer Nachfolger Ewald Schmidt den Vogel mit seinem Stein wirkungsvoll getroffen haben, doch Johannes Siepe wurde als König hochgehoben und entsprechend gefeiert.
Waffen mussten bekanntlich 1945, nach Kriegsende, an die Siegermächte abgeliefert werden. Die heimlich versteckten Gewehre konnten zu dieser Zeit noch nicht wieder hervorgeholt werden.
Erste Sorge des neuen Königs war, wie zum Fest genügend Trinkbares herkommen sollte.
Hier hatte er aber die Initiative der Wenholthausener Schützenbrüder unterschätzt; denn sie hatten sich schon Wochen vor dem Fest mit diesem Problem befasst und waren in Tag- und Nachtzeiten mit dem "Balkenbrand" beschäftigt gewesen.
Kaum war die Proklamation des neuen Schützenkönigs in der Halle erfolgt, erschienen auch schon die ersten Schützenbrüder und Schützenfrauen mit Körben voller Flaschen.
Ihre Hauptsorge soll gewesen sein, das Leergut an Flaschen zurückzubekommen.

Für das Schützenfest 1947 und die weiteren Feste bis 1963 wurden so genannte Freibierfeste gefeiert.
Ein Hofstaat im Festzug gab es zunächst nur in den Jahren 1947 bis 1951.
Dieses erste Schützenfest nach dem Krieg muss wohl auch dem damaligen Präses Pastor Johannes Steven in Erinnerung geblieben sein, denn bei der Generalversammlung des Folgejahres am 25. 01. 1948 ermahnte er die Schützen vor übermäßigem Alkoholgenuss.
Schon 1949 wurde das Schützenfest dann an zwei Tagen gefeiert; zum Vogelschießen bediente man sich nun der Armbrust.

Ab dem Jahr 1951 wird das Schützenfest traditionsgemäß wieder an drei Tagen, und zwar möglichst immer am zweiten Wochenende im Juni gefeiert.

Im Protokoll der Generalversammlung vom 01. 02. 1951 ist vermerkt, dass vor Ablauf der Regularien, das Freibier bereits ausgegangen war.
Spontan spendete König Hugo Schröder noch ein halbes Fass Bier.

Im Jahr 1953 wird der Jahresbeitrag für Schützenbrüder auf DM 6,00 festgelegt.
Das Freibiergelage (für alle drei Tage) wird auf DM 16,00 festgelegt.
Johannes Gerke stiftete eine neue Vogelstange (fortan Jahnstange genannt) und Wenholthausen tritt dem Sauerländer Schützenbund bei. Dieser Schützenbund war am 19. Dezember 1929 im Gasthof zur Post in Wenholthausen gegründet worden.
Delegierte dieser Gründungsversammlung waren die Kreisschützenbünde Arnsberg, Brilon, Meschede und Olpe.

Schuetzenfest 1954

Hofstaat vor der Eibelkapelle im Jahre 1954 - Schützenkönig Johann Schulte - Kratz

Im Jahr 1954 tragen die Schützenbrüder im Festzug erstmalig weiße Hosen.

Immer wieder in den Folgejahren kommt es zu Anträgen, dass Freibier abzuschaffen.
So gehen bei der Generalversammlung 1959 die Befürworter des Freibieres mit 167 gegen 13 Stimmen eindeutig als Sieger hervor.
Auch ein Antrag bei der Generalversammlung im Jahr 1962 scheitert.
Zum großen Umbruch kommt es dann ab 1964, als nach einer vorherigen schriftlichen Mitgliederbefragung, an der sich 285 Mitglieder beteiligten, das Freibierfest abgeschafft wird. 237 von 285 Mitgliedern stimmen der Abschaffung zu, 36 waren dagegen und 12 enthielten sich.
Der neue Bierpreis wird anlässlich der außerordentlichen Generalversammlung am 07. 05. 1964 auf 0,40 DM festgelegt, wobei Schützenbrüdern am Schützenfestmontag ein Bierkredit für sechs Wochen eingeräumt wird.
Versuche, bei der Generalversammlung am 17. Januar 1965 den Vorjahresbeschluss wieder umzukehren, scheitern.

schuetzenzug hotel wennetal

Schützenzug vor dem Hotel Wennetal

Im Jahr 1968 kann als Festmusik für das Schützenfest erstmalig die Musikkapelle Bremke geworben werden. Es sollte sich eine jahrelange Freundschaft entwickeln.

Nach dem Brand der Elektrofirma Severin, Sundern, in ihrem Zweigbetrieb Wenholthausen wird aufgrund eines außerordentlichen Generalversammlungsbeschlusses am 20. 04. 1969 einstimmig die Verpachtung der Schützenhalle zu Produktionszwecken für die Zeit vom 01. 04. - 31. 08. beschlossen.
Das Schützenfest vom 07. bis 09. Juni 1969 muss folglich in einem Zelt auf Kattels Wiese an der Straße Unterm Eichhölzchen gefeiert werden.

Auch in den Jahren 1970/71 wird die Schützenhalle anderweitig zur Verfügung gestellt.
Die katholische Kirchengemeinde baut eine neue Pfarrkirche und die Sonntagsmesse findet in der Schützenhalle statt.

Kirche alt

Kirche neu














 Unsere neue Kirche erbaut in den Jahren 1970 - 1972
Eingeweiht wurde sie am 19. November 1972

 



Die alte Kirche - ca. um das Jahr 1926

Im Jahr 1972 wird das Eintrittsalter für Schützenbrüder auf 16 Jahre herabgesetzt. Bis zum 18. Lebensjahr ist die Mitgliedschaft allerdings beitragsfrei.
Das Jahr 1973 ist das Jubiläumsjahr zum 225 jährigen Jubiläum.
Am 06. 01. findet das Königstreffen und vom 02. bis 04. 06. das normale Schützenfest statt. Auf ihrer Generalversammlung gibt sich die Bruderschaft eine modifizierte Satzung, die im Wesentlichen die Frage der Gemeinnützlichkeit regelt.
Zum Jubiläum wird eine neue Fahne angeschafft, an deren Finanzierung sich die Familie Veltins mit 3.000 DM beteiligt.
Der Bierpreis wird auf 0,50 DM und ab Herbst 1973 auf 0,60 DM festgelegt.
Eine umfangreiche Chronik von den Autoren Josef Quinkert und Johannes Siepe erstellt, erscheint zum Jubiläumsfest am 11. und 12. August.

Im Jahr 1975 wird auf der Generalversammlung die Position des Geckkönigs diskutiert. Mehrheitlich bleibt es mit Hinweis auf die Tradition bei der Bezeichnung Geck; jedoch soll sein öffentliches Auftreten aufgewertet werden.
Die Vorstandsmitglieder schaffen neue Uniformen an, die sie selbst bezahlen.
Der Schützenfestbierumsatz beläuft sich auf 64 hl. Der Bierpreis beträgt 0,70 DM.

Wenne


























Wenne  2

Um den Festzügen noch ein besseres Gepräge zu geben, werden im Jahr 1976 Holzgewehre angeschafft. Der Kostenbeitrag von 7,00 DM pro Stück wird von den Schützenbrüdern bezahlt.
Am 21. 05. 1976 kommt es zu einem ersten Treffen aller Schützenvereine der Gemeinde Eslohe im Gasthof Beckmann in Wenholthausen.
Diesem Treffen sollten in den Folgejahren regelmäßig folgen.
Für den jeweiligen Schützenkönig stiftet Dr. Richard Siepe eine zweite Kette, die außerhalb der Festzüge getragen wird.
Als besonderen Gast kann die Bruderschaft am 13. 06. Weihbischof Dr. Nordhues, aus Paderborn, begrüßen.

Am 17. 09. 1977 findet auf Großgemeindeebene das erste Schützenfest in Bremke statt.
Für die jeweilige Königin spendet König Hubert Hochstein ein Diadem.

Ab dem Jahr 1979 erhöht sich der Bierpreis auf 0,90 DM.
Ein Gemeindeschützenfest findet am 22. 09. 1979 in Reiste statt.
Aus Spenden (Herbert Speckenheuer, Firma Rüther, Gerhard Hentschel und Günther Beckmann) werden vier eigene Gewehre zum Vogelschießen angeschafft.

Im Jahr 1980 erfolgt der erstmalige Einbau von Duschen in der Schützenhalle um eine bessere Vermietung, hier insbesondere an Ferienkinder, zu ermöglichen.
Die Schützenbrüder finanzieren ihren eigenen Stuhl mit 65,00 DM.

Im Jahr 1981, die alten Uniformen sind aufgebraucht, werden neue Uniformen für die Vorstände angeschaft. 50% der Kosten trägt jedes Vorstandsmitglied selbst.
Der Bierpreis erreicht erstmalig DM 1,00.
Der Ehemalige Architekt und Künstler Arthur Marx gestaltet das Wappen der Bruderschaft und stiftet es dem Verein.

Die Schützenbruderschaft lässt im Jahr 1982 die Statue des hl. Sebastian in der Kirche renovieren. DM 750,00 werden hierfür aufgewandt und 1984 durch einen aus Schützenspenden finanzierten Kerzen- und Blumenständer ergänzt.

Sebastian
Ab diesem Zeitpunkt sorgten zunächst Maria Pott (Ehefrau des ehemaligen Hauptmanns Friedel Pott) bis zu ihrem Tod und von da an die Vorstandsfrauen für den Blumenschmuck.

Im Jahr 1982 konnte der Vorplatz der Schützenhalle um 378 m2 erweitert werden. Schützenbruder Johannes Schulte und Sohn Gerhard kamen dabei der Bruderschaft sehr entgegen.
Der Jahresbeitrag, der 35 Jahre lang 12,00 DM betragen hat, beläuft sich nun auf 24,00 DM.
Der Versuch, im Festzug wieder einen Hofstaat zu installieren, scheitert bei der Generalversammlung 1983.
Arthur Marx erstellt für die Bruderschaft Königstafeln, die fortan in der Halle einen Ehrenplatz erhalten.
Erstmalig erhält die Schützenhalle einen Telefonanschluss im Jahre 1984.
Der Bierpreis erhöht sich im Jahr 1986 abermals auf jetzt 1,10 DM und ab diesem Jahr wird entsprechend dem Beschluss der Generalversammlung nur für Sonntags ein Hofstaat eingeführt.
Eine komplette Neugestaltung erfährt der vergrößerte Hallenvorplatz mit Stützmauer. Hierzu erhält die Bruderschaft vom Amt für Agrarordnung einen Zuschuss von 30.000 DM.

Der Bierumsatz steigt im Jahr 1987 erstmalig über die 70 hl Marke.
Im Jahr 1988 begeht der Ort Wenholthausen seine 700 Jahr Feier.
Der große Umzug, an welchem sich die ganze Dorfbevölkerung beteiligt, wird am 11. 09. veranstaltet.
Außerdem kann in diesem Jahr das Jugend- und Pfarrheim eingeweiht werden.
Die Schützenbruderschaft hatte durch verschiedene Rücklagen zur Jugendförderung im Ort Geld auf einem Sparbuch angelegt. Zur Einweihung des Pfarrheimes stockten andere Dorfvereine das Konto der Bruderschaft auf und so konnte ein Scheck von 10.000 DM übergeben werden mit dem Vermerk: Für die Einrichtung eines Jugendraumes im Pfarrheim.
Auf Initiative der Bruderschaft können die Namenstafeln am Kriegerehrenmal gesäubert und mit neuen Bronze Buchstaben versehen werden. Bei den Vorbereitungen für den Bronze Abguss ist der Schützenbruder Dieter Frenzel sehr aktive gewesen. Die Gemeinde gibt einen Zuschuss von 5.000 DM.
Für die umfangreichen Umbauarbeiten ab 1989 sind 383 Schützenbrüder umlagepflichtig.
Die Umlage beträgt DM 200 und für 1990 einen einmaligen Sonderjahresbeitrag von DM 100.
Ab 1991 beträgt der Jahresbeitrag für Schützenbrüder dann 40 DM. Diese Beschlüsse werden auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 25. 06. 1989 gefasst.

Im Jahr 1990 erlebt die Schützenhalle ihre größte Baumaßnahme. Neben der bereits beschlossenen Umlage und Beitragsanpassung muss zur besseren Finanzierung der Bierpreis auf 1,30 DM festgelegt werden.
Bei der Abrechnung im Jahr 1991 erbringt die Rechnungslegung Gesamtbau- und Umbaukosten von 504.136,04 DM, die von der Gemeinde mit 25% = 126.034,01 DM bezuschusst werden.
Ein besonderes Jubiläum feiern die Bremker Musiker, die in diesem Jahr zum 25. Mal beim Schützenfest aufspielen.
Erstmalig erhält im Jahr 1992 auch der Geckkönig eine Erinnerungsmedaille.
Bei Nachforschungen für eine Chronik in Eslohe wird zufällig im Landesarchiv in Münster festgestellt, dass die Bruderschaft schon 1654 urkundlich erwähnt wird.
Im Jahr 1993 steigt der Bierpreis auf 1,60 DM.

Kreuzwerk   In einer gemeinsamen Dorfaktion unter Beteiligung vieler Schützenbrüder kann der Kreuzweg
   renoviert werden. 59.000 DM sind hierbei zu schultern.

   Dieser Kreuzweg war 1879 unter Dechant Schonlau schon einmal erneuert worden.
   Dabei führte die Firma Hilkenbach aus Brilon die Steinmetzarbeiten durch.
   Die Bilder entwarf der Techniker August Weber aus Brenkhausen.

   Im Laufe der Jahre war der weiche Sandstein durch Kriegseinwirkungen und Frost beschädigt.

   Die Stationen wurden abgebaut und in die Werkstatt der Firma Bödecker und Schlichting
   nach Paderborn zur Überarbeitung verbracht.
   Die heimische Firma Altbrod hat die neuen Sockel gegossen.

   Im Jahr 1994 konnte der Kreuzweg wieder eingeweiht werden.


Alle ehemaligen Könige stiften eine Kaiserkette, die für 2.860 DM angeschafft werden kann. Im Jahr 1995 wird Alfred Hesse Ehrenvorsitzender und ab 25. 01. 1997 erhält die Bruderschaft eine modifizierte Satzung.
Zum Gemeindeschützenfest vom 13. bis 14. 09. in Wenholthausen erhält unsere Bruderschaft eine neue zweite Fahne. Diese Fahne ist durch die Benediktinerinnen in Varensel erstellt worden. Die Kosten belaufen sich hier auf 9451,10 DM. Außerdem erhält die Bruderschaft eine historische Kette, die zum Preis von 2.385 DM angeschafft werden kann. Diese Kette wird nur vom jeweiligen Jubelkönig (25 Jahre) im Festzug am Schützenfest - Sonntag getragen. Anschließend kommt die Kette sofort wieder unter Verschluss. Alle 10 Jahre werden die ältesten Königsmedaillen von der Hauptkette auf die Historische Kette übertragen.
1999 erhöhte sich der Bierpreis auf 2,00 DM.
Neuer Getränkelieferant wird im Jahr 2000 unsere heimische Firma Albert Siebrichhausen. Letztmalig zum Schützenfest spielt das Musikkorps Bremke und hat damit 33 Jahre unsere Schützenfeste begleitet. Auch an dieser Stelle gehört dem Musikverein Bremke nochmals Dank und Anerkennung für die vielen Jahre, die er zum Gelingen unserer Feste beigetragen hat.
Neue Festmusik ist das Bläserkorps St. Peter und Paul aus Eslohe, das sicherlich zum ersten Schützenfest seiner eigenen, noch jungen Geschichte mit einiger Anspannung nach Wenholthausen angereist war. Der Auftritt ist erfolgreich verlaufen.
Durch die Euro Einführung ist der Jahresbeitrag für Schützenbrüder auf 20 EUR umgerechnet worden.
Am Schützenfestsamstag 06. 07. 2002 erhält unser Vorsitzender Reihard Schrage den Orden für hervorragende Verdienste und sein Vorgänger Herbert Wüllner wird Ehrenvorsitzender der Bruderschaft.

Aus Anlass des Jubiläumsjahres 2004 findet am 10. 01. das traditionelle Königstreffen statt. Die Vorstandsfrauen übergeben eine von der heimischen Künstlerin Bettina Hegener gestaltete Tafel über das Leben unseres Schutzpatrons, des hl. Sebastianus.

Geschenk
Auch an dieser Stelle bedarf es eines herzlichen Dankes an alle ehemaligen Vorstände, die geholfen haben, die Bruderschaft, ihre Ideale und Traditionen weiterzuleben und die geholfen haben das Schützenhaus weiter zu bestellen. In diesen Dank schließt der Vorstand ausdrücklich auch alle Schützenbrüder ein, die sich immer unentgeltlich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt haben.



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